Arbeitsgemeinschaft Psychoanalytische Pädagogik (APP)

Die Arbeitsgemeinschaft Psychoanalytische Pädagogik (APP) besteht seit dem 26. September 1996. Sie setzt sich dafür ein, psychoanalytische Pädagogik weiterzuentwickeln und in Forschung, Theorie und Praxis sichtbar zu machen.

Gegründet wurde die APP von der Sigmund-Freud-Gesellschaft, dem Wiener Arbeitskreis für Psychoanalyse und dem Alfred-Adler-Institut des Österreichischen Vereins für Individualpsychologie. Bis 2015 leitete Univ.-Doz. Dr. Helmuth Figdor die APP als Vorsitzender.

Die APP beschäftigt sich unter anderem mit folgenden Aufgaben

Sie

  • erforscht und entwickelt, wie psychoanalytisches Wissen in unterschiedlichen pädagogischen Feldern angewendet werden kann.
  • entwickelt die psychoanalytisch-pädagogische Erziehungsberatung weiter.
  • bildet zur psychoanalytisch-pädagogischen Erziehungsberaterin bzw. zum Erziehungsberater aus.
  • bietet Fort- und Weiterbildungen für Berufsgruppen an, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten.
  • organisiert Vorträge und Fortbildungen für Eltern.
  • pflegt den fachlichen Austausch mit psychoanalytisch-pädagogischen Einrichtungen und Fachpersonen im In- und Ausland.

Ziel der APP ist es, neue Sichtweisen in der Pädagogik anzustoßen. Psychoanalytisches Denken soll helfen, Kinder, Eltern und pädagogische Situationen besser zu verstehen – im Familienalltag ebenso wie im Kindergarten, in Schulen oder in sozialpädagogischen Einrichtungen. Die Arbeit der APP reicht von der Begleitung von Familien über die Kinder- und Jugendhilfe bis hin zur Zusammenarbeit mit Gerichten und Universitäten.

Mit ihrer Gründung übernahm die APP auch die Verantwortung für die Ausbildung zur psychoanalytisch-pädagogischen Erziehungsberaterin bzw. zum Erziehungsberater von der Sigmund-Freud-Gesellschaft. Absolventinnen und Absolventen arbeiten heute in vielen Bereichen: in eigenen Praxen, in Erziehungs- und Familienberatungsstellen, in der Aus- und Weiterbildung, in sozialpädagogischen Einrichtungen, in der intensiven Betreuung von Familien mit hohem Unterstützungsbedarf, als Kinderbeistand vor Gericht oder als pädagogische Sachverständige.